Multiresistente Keime

Was ist das und wie kann ich unterstützen?

Multiresistente Keime sind Bakterien, die gegen viele Antibiotika unempfindlich geworden sind. Das bedeutet, dass eine Behandlung mit herkömmlichen Medikamenten oft nicht mehr wirkt. Solche Keime können sich überall befinden – in der Umwelt, auf Oberflächen, in Krankenhäusern und sogar auf Tieren.

 

Wie entstehen multiresistente Keime?

Die Hauptursache für die Entstehung dieser Keime ist der übermäßige und unsachgemäße Einsatz von Antibiotika. Wenn Antibiotika zu oft oder falsch angewendet werden, können einige Bakterien überleben und sich weiterentwickeln. Diese widerstandsfähigen Bakterien vermehren sich und werden zu einem ernsthaften Problem für die Gesundheit – bei Menschen und Tieren.

 

Multiresistente Keime beim Hund

Hunde können auf verschiedene Weise mit diesen Keimen in Kontakt kommen:

Auf der Haut: Besonders in Falten, an Wunden oder entzündeten Stellen können sich resistente Bakterien ansiedeln.

Im Darm: Durch Nahrung oder Kontakt mit anderen Tieren können sich resistente Bakterien im Verdauungstrakt vermehren.

In der Umgebung: Spaziergänge in Parks, Kontakt mit anderen Hunden oder Besuche in Tierarztpraxen können mögliche Übertragungsquellen sein.

 

Wie kann ich als Tierheilpraktikerin unterstützen?

Als Tierheilpraktikerin kann ich keine Antibiotika verschreiben – das ist Aufgabe des Tierarztes. Aber ich kann mit natürlichen Mitteln das Immunsystem des Hundes stärken, sodass er besser gegen Keime gewappnet ist. Davon mal abgesehen ist hier die Frage, wie weit man mit Antibiotika wirklich kommt.

1. Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem ist die beste Verteidigung gegen Keime. Das gelingt unter anderem durch:

Eine gesunde, artgerechte Ernährung

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel wie Vitalpilze

Genügend Bewegung und frische Luft

 

2. Heilkräuter zur Unterstützung

Bestimmte Kräuter können helfen, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen zu lindern. Dazu gehören zum Beispiel:

Echinacea (Sonnenhut): Unterstützt das Immunsystem

Thymian: Hat antibakterielle Eigenschaften

Ringelblume: Fördert die Wundheilung

 

3. Aromaöle gegen Keime

Ätherische Öle sind eine wunderbare Möglichkeit, um Keime natürlich zu bekämpfen. Wichtig ist dabei, dass sie sicher und in der richtigen Dosierung angewendet werden. Einige bewährte Öle sind:

Teebaumöl: Stark antibakteriell, aber nur verdünnt anwenden

Lavendelöl: Wirkt beruhigend und kann die Haut unterstützen

Oreganoöl: Sehr stark gegen Bakterien, aber vorsichtig dosieren

 

Antibiogramm – die richtige Wahl des Antibiotikums

Bevor ein Antibiotikum eingesetzt wird, sollte immer ein Antibiogramm gemacht werden. Dabei wird getestet, welche Antibiotika gegen die vorhandenen Bakterien tatsächlich wirksam sind. Ohne diesen Test besteht die Gefahr, dass ein ungeeignetes Antibiotikum eingesetzt wird und die Keime noch resistenter werden.

Auch über mich kann ein Antibiogramm veranlasst werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um gezielt und sinnvoll gegen bakterielle Infektionen vorzugehen und die Entstehung weiterer Resistenzen zu vermeiden.

 

Tierarztbesuch ist unerlässlich!

Natürliche Mittel können unterstützend wirken, aber wenn dein Hund Anzeichen einer Infektion zeigt – zum Beispiel eitrige Wunden, starken Juckreiz oder Durchfall – ist der Tierarzt die erste Anlaufstelle! Multiresistente Keime können gefährlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Ich berate dich gerne dazu, wie du das Immunsystem deines Hundes mit natürlichen Mitteln stärken kannst. Gemeinsam finden wir einen individuellen Weg, um deinen Vierbeiner bestmöglich zu unterstützen!

Von der Notwendigkeit von Naturheilkunde bei Hunden

Als Tierheilpraktikerin weiß ich, wie wichtig es ist, die Gesundheit von Hunden ganzheitlich zu betrachten. Immer mehr Hundebesitzer entscheiden sich dafür, ihre Hunde naturheilkundlich behandeln zu lassen, statt ausschließlich auf schulmedizinische Lösungen zurückzugreifen. Aber warum ist Naturheilkunde für Hunde so wichtig? Und wann ist sie wirklich sinnvoll? In diesem Artikel möchte ich die Vorteile der Naturheilkunde für Hunde aufzeigen, aber auch auf mögliche Risiken und Einschränkungen hinweisen. Am Ende möchte ich ein Fazit ziehen und erläutern, ob Tierheilpraktiker für die Gesundheit deines Hundes essenziell sind.

Was ist Naturheilkunde für Hunde?

Naturheilkunde für Hunde umfasst eine Vielzahl von alternativen und natürlichen Behandlungsmethoden, die dazu dienen, die Gesundheit des Hundes zu fördern und Krankheiten vorzubeugen. Sie basiert auf der Idee, dass der Körper die Fähigkeit hat, sich selbst zu heilen, wenn er im Einklang mit der Natur und in einem gesunden Zustand ist.

Zu den bekanntesten Methoden der Naturheilkunde gehören:

  • Kräuterheilkunde: Kräuter werden genutzt, um das Immunsystem zu stärken, Entzündungen zu lindern oder den Stoffwechsel zu unterstützen.
  • Aromatherapie: Ätherische Öle werden eingesetzt, um das Wohlbefinden des Hundes zu steigern, Angstzustände zu lindern oder die Atmung zu fördern.
  • Akupunktur: Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers wird der Energiefluss im Hundekörper reguliert und Schmerzen können gelindert werden.
  • Homöopathie: Dabei handelt es sich um sehr verdünnte Substanzen, die den Körper anregen sollen, sich selbst zu heilen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
  • Ernährungsberatung: Die richtige Ernährung ist ein Schlüssel zur Gesundheit. Naturheilpraktiker bieten individuelle Futterpläne an, die auf die speziellen Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sind.

Diese natürlichen Therapien bieten oft eine schonende und weniger invasive Alternative zu klassischen medizinischen Behandlungen. Sie können sowohl als eigenständige Therapie als auch unterstützend zur Schulmedizin eingesetzt werden.


Bei Projekt Herzpfote findest du Neben der ganzheitlichen Ernährungsberatung übrigens auch die Kräuterheilkunde, Aromatherapie als auch den Einsatz von Vitalpilzen.

 

Warum ist Naturheilkunde für Hunde notwendig?

1. Förderung der Selbstheilungskräfte 

Naturheilkunde setzt darauf, die natürlichen Heilkräfte des Hundes zu aktivieren. Dies kann durch Kräuter, die das Immunsystem stärken, oder durch homöopathische Mittel, die den Körper bei der Heilung unterstützen, erfolgen. Bei vielen Beschwerden, wie leichten Entzündungen oder Verdauungsproblemen, kann der Körper mit Hilfe dieser natürlichen Mittel alleine wieder ins Gleichgewicht finden.

 

2. Weniger Nebenwirkungen 

Ein großer Vorteil der Naturheilkunde ist, dass sie im Vergleich zur Schulmedizin oft weniger Nebenwirkungen hat. Viele Medikamente, die vom Tierarzt verschrieben werden, können Nebenwirkungen wie Magenprobleme, Müdigkeit oder Gewichtszunahme verursachen. Naturheilkundliche Behandlungen setzen auf sanfte und natürliche Heilmethoden, die den Körper nicht unnötig belasten.

 

3. Prävention statt nur Behandlung 

Naturheilkunde ist nicht nur darauf ausgerichtet, bestehende Krankheiten zu heilen, sondern auch präventiv zu wirken. Durch eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Kräuter- und Vitaminzusätze oder Aromatherapie können Hunde von vornherein besser vor Krankheiten geschützt werden. Besonders bei älteren Hunden oder bei Hunden, die genetisch für bestimmte Krankheiten anfällig sind, kann eine präventive Naturheilkunde den Gesundheitszustand lange aufrechterhalten.

 

4. Stressbewältigung und Wohlbefinden 

Viele Hunde sind anfällig für Stress, insbesondere bei Veränderungen im Alltag, bei Tierarztbesuchen oder bei Reisen. Naturheilkunde kann hier helfen. Kräuter wie Kamille oder Baldrian beruhigen das Nervensystem, während Aromatherapie mit ätherischen Ölen eine entspannende Wirkung haben kann. So wird der Hund in stressigen Situationen besser unterstützt.

 

5. Unterstützung bei chronischen Krankheiten 

Auch bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose, Allergien oder Hautkrankheiten kann die Naturheilkunde eine wertvolle Unterstützung bieten. Kräuter wie Teufelskralle oder Kurkuma können Entzündungen lindern und die Gelenkfunktion unterstützen. Zudem gibt es viele natürliche Heilmittel, die bei der Behandlung von Allergien oder Verdauungsstörungen helfen können.

 

Wann ist Naturheilkunde sinnvoll?

Es gibt viele Fälle, in denen Naturheilkunde eine sinnvolle und effektive Option ist. Besonders bei:

  • Leichten bis mittleren Beschwerden: Naturheilkunde eignet sich hervorragend für die Behandlung von kleineren Gesundheitsproblemen wie Verdauungsstörungen, Hautproblemen oder leichten Erkältungen. Auch bei stressbedingtem Verhalten kann die Naturheilkunde helfen.
  • Vorbeugung: Eine ganzheitliche Behandlung kann helfen, Krankheiten zu vermeiden und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
  • Chronischen Erkrankungen: Naturheilkunde kann oft parallel zur klassischen Therapie angewendet werden, um die Symptome zu lindern und das Leben des Hundes zu verbessern.
  • Begleitend zur Schulmedizin: In vielen Fällen ist eine Kombination aus Naturheilkunde und Schulmedizin die beste Lösung, besonders bei schweren Krankheiten oder akuten Beschwerden.

Wichtig: Naturheilkunde ist keine Allheilmittel und kann nicht immer den Besuch beim Tierarzt ersetzen. Bei schweren oder akuten Erkrankungen, wie Unfällen, akuten Infektionen oder schweren Entzündungen, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Naturheilkunde kann jedoch unterstützend wirken und den Heilungsprozess fördern.

 

Nachteile der Naturheilkunde

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch einige Aspekte, die bei der Anwendung von Naturheilkunde beachtet werden sollten:

  1. Fehlende wissenschaftliche Belege: Während viele naturheilkundliche Behandlungen über Jahrhunderte hinweg erfolgreich angewendet wurden, gibt es nicht immer wissenschaftlich fundierte Beweise für ihre Wirksamkeit. Deshalb ist es wichtig, dass Naturheilkunde immer in Absprache mit einem qualifizierten Tierheilpraktiker und gegebenenfalls auch in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt durchgeführt wird.
  2. Langsame Wirkung: Naturheilkundliche Behandlungen wirken oft langsamer als schulmedizinische Medikamente. In akuten Notfällen ist eine schnelle Reaktion gefragt, die nicht immer durch natürliche Mittel erreicht werden kann.
  3. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Einige natürliche Heilmittel können mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Daher sollte immer sichergestellt werden, dass der Hund keine gesundheitlichen Risiken durch die Kombination von Naturheilkunde und anderen Medikamenten eingeht.

 

Fazit: Warum Tierheilpraktiker essenziell sind

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Naturheilkunde für Hunde eine wertvolle und effektive Ergänzung zur Schulmedizin darstellt. Sie kann helfen, das Wohlbefinden zu steigern, das Immunsystem zu stärken und chronische Beschwerden zu lindern – oft mit weniger Nebenwirkungen und schonenderen Methoden. Tierheilpraktikerinnen und -praktiker sind Experten auf diesem Gebiet und können mit ihrem Fachwissen die richtige Therapie für deinen Hund finden.

Der Tierheilpraktiker ist oft der Schlüssel, wenn es darum geht, die Gesundheit des Hundes auf eine ganzheitliche Weise zu fördern. Sie helfen nicht nur bei der Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen, sondern beraten auch in der Prävention und der richtigen Ernährung. Die Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Tierheilpraktiker ist daher eine essenzielle Unterstützung für jeden Hundebesitzer, der seinem Vierbeiner ein gesundes und langes Leben ermöglichen möchte.

 

Abschließende Empfehlung: Wenn du deinem Hund das Beste bieten möchtest, ist die Integration von Naturheilkunde eine großartige Möglichkeit, seine Gesundheit nachhaltig zu fördern. Und vergiss nicht: Ein erfahrener Tierheilpraktiker kann dir helfen, die besten natürlichen Lösungen zu finden, die perfekt auf die Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt sind.


 


 

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Fotografie & Bilder durch: Yvonne Scheuthle https://fellnasen-im-fokus.de/

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